Natur pur !
Steine am Großen See
Das Bild der abwechslungsreichen Endmoränenlandschaft um Fürstenwerder mit ihren Kuppen und Senken, Seen und Kleingewässern, Mooren und Bächen wurde von den Nachwirkungen der Eiszeit geprägt.
Beeke im Frühjahr
Die Landnutzung durch die Menschen hat den heutigen Landschaftscharakter geformt, dem der Wechsel von Bewaldung und Offenland, Wiesen und Äcker mit zahlreichen Gehölzen, Hecken und Söllen einen überraschenden Reiz geben.
Der Mischwald erinnert in seiner Urwüchsigkeit an die Wälder der Märchen und Sagen.
Hier haben Wald, vielfältige Vogelarten und selten gewordene Pflanzen ihr zu Hause.
Blick vom Grenzberg
Fürstenwerder hat zwei malerische Seen mit zerklüfteten Uferzonen, Inseln und Werdern „vor der Haustür“, und in der Nachbarschaft befinden sich die Naturschutzgebiete Kiecker und Damerower Wald, die in das Gebiet des Naturparks Uckermärkische Seen eingebunden sind.
Blütenteppich im Wald
Zu welcher Zeit zeigt sich die Landschaft um Fürstenwerder von
ihrer reizvollsten Seite?
Im Frühling, wenn man das Erwachen der Natur, die weißen
Blütenteppiche der Anemonen und das vielstimmige Vogelkonzert
erleben kann. Bald darauf beginnt die hohe Zeit der berühmten
Alleen, überwölbt von schattigen Laubdächern und geschmückt mit den
festlichen Blütenkerzen der Kastanien. Wer einst die Uckermark als
„Arkardien Preußens“ bezeichnete, mag dieses Bild vor Augen gehabt
haben.
Winter am Großen See
Das Sonnengelb der Rapsfelder, das einladende Blinken der Seen zwischen den Hügeln und im Waldesdämmer verheißen Sommerfreuden, während dann die Färbung des Laubes und die Sammlung der Zugvögel auf den Herbst einstimmen, der zu mehr geruhsamer Wanderung und Beobachtung einlädt.
Selbst die Winterlandschaft hat hier mit ihrer Stille und Unberührtheit einen eigentümlichen Reiz.
Reh am Waldrand
So gibt es zu jeder Jahreszeit etwas zu erleben, zu beobachten, zu
entdecken und darin Entspannung, Erholung und Anregung zu finden.
Als einen „weltabgeschiedenen Flecken, mit winkligen, krummen, oft
auch steilen Gassen“ entdeckte der norddeutsche Schriftsteller
Fritz-Meyer-Scharffenberg einst Fürstenwerder, aber auch seine
reizvolle Lage, „so wunderschön, dass Maler und Fotografen keine
besseren Motive und Urlauber selten größere Ruhe finden können“.
Fingerhut
Die Mannigfaltigkeit der geologischen Formen, der Böden und
Gewässer hat sich günstig auf die Entwicklung einer artenreichen
Pflanzen- und Tierwelt ausgewirkt, hat Besonderheiten und
Interessantes hervorgebracht und manches nunmehr Seltengewordene
ist erhalten geblieben.
Die Anzahl von 1600 Arten einheimischer Blütenpflanzen übertrifft
die aller anderen Landschaften Norddeutschlands.
Fliegenpilze
In der Uckermark haben sich durch die geringe Bevölkerungsdichte und den Strukturenreichtum der Landschaft zahlreiche hochgefährdete Tier- und Pflanzenarten in größeren Beständen erhalten. Das niederschlagsarme, kontinental beeinflusste Klima bekommt einer ganzen Reihe von Pflanzen und lässt sie gut gedeihen, so Kartäuser Nelke, Sibirische Glockenblume, Gemeines Sonnenröschen, Wiesen-Kuhschelle, Schlüsselblume, Thymian und mehrere Arten von Flockenblumen. In den Feuchtgebieten sind z.B. Wasser-Schwertlilie und Breitblättriges Knabenkraut zu finden.
Libelle
Der aufmerksame Beobachter wird auch ein reichhaltiges
Insektenleben entdecken: Schmetterlinge, grazile Libellen,
Heuschrecken, Käferfamilien.
Dass sie sich in dieser natürlichen Umgebung wohlfühlen zeigt auch
eine andere Art von Lebewesen: Kriechtiere und Lurche. Da gibt es
verschieden Froscharten, Kröten und Unken, Ringelnatter,
Blindschleiche, Zauneidechse und Waldeidechse. Wie sie gehören auch
vielerlei Arten Wild zu dieser Landschaft: Rot- und Damwild,
Muffelwild, Schwarzwild, Hase und Fuchs.
Auch Dachs und Marder sind zu entdecken.
Wildschweine am Müllerpfuhl
Viele Vogelarten haben an den Gewässern, auf Wiesen und Feldern und
in den Forsten bei Fürstenwerder ihr zu Hause oder ihre Rast- und
Sammelplätze.
Auch einige geschützte Tierarten sind hier heimisch, z.B. Seeadler,
Fischadler, Weiß- und Schwarzstorch und Siebenschläfer.

